Viele Menschen versäumen das kleine Glück,
während sie auf das große Glück vergebens warten.
(Pearl S. Buck)
Wartest du auch auf dein Glück? Was genau soll passieren, damit du glücklich sein kannst?
Viele Menschen glauben, dass erst ein bestimmtes Ereignis eintreten muss, damit sie glücklich sein können. Zum Beispiel
- die langersehnte Beförderung,
- ein (neuer/anderer/besserer) Partner,
- ein großer Lottogewinn,
- ein toller Urlaub,
- ein neues Handy/Auto/Haus usw.
Das Schwierige daran ist, dass dies meist äußere Ereignisse sind. Und diese führen selten zum wahren Glück. Wenn wir den neuen Job haben, stellen wir nach einiger Zeit seine Schattenseiten fest. Auch der neue Partner zeigt nach ein paar Monaten seine Ecken und Kanten. Was dann? Warten auf den nächsten Job oder Partner?
Ähnlich verhält es sich mit dem Lottogewinn. Verschiedene Untersuchungen von Lottomillionären haben gezeigt, dass diese sich kurzfristig glücklicher fühlten. Nach einiger Zeit – etwa drei bis sechs Monaten – ist es damit dann wieder vorbei, teilweise fühlen sie sich sogar unglücklicher. Warum das so ist? Ein Erklärungsansatz dazu lautet: Wir haben einen natürlichen „Set Point“. Um diesen Set Point herum pendelt sich unser Glücksempfinden immer wieder ein. Die Diplom-Psychologin und Autorin Felicitas Heyne sagt dazu: „Dieser Mechanismus rettet uns bei schweren Schicksalsschlägen. Er ermöglicht uns, unser Leben auch dann als lebenswert zu empfinden, wenn wir zum Beispiel einen geliebten Menschen verlieren. Menschen sind extrem anpassungsfähig, im Guten wie im Schlechten.“
Was also tun, um Glück zu empfinden?
Die meisten Glückforscher sind sich einig: gute soziale Kontakte (zu Familie, Partner, Freunden, Nachbarn) sind gut für das Glücksempfinden. Für alle Kontaktscheuen gibt es auch Hoffnung: Die Universität Miami hat im Jahr 2002 herausgefunden, dass ein großer Zusammenhang zwischen Dankbarkeit und Glück besteht. Hier schließt sich der Kreis zum Kaiser Aurel: empfinde ich für die kleinen Geschehnisse des Alltags Dankbarkeit, dann ist auch das Glück nicht weit. Nicht umsonst heißt es:
Nicht der Glückliche ist dankbar,
sondern der Dankbare ist glücklich.
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