Auswirkungen eines negativen Selbstbildes
Viele Menschen haben immer wieder mit den Auswirkungen eines negativen Selbstbildes zu tun.
Das Selbstbild wirkt sich auf das Selbstbewusstsein, den Umgang mit anderen Personen – insbesondere in einer Beziehung – und natürlich ganz besonders im Umgang mit sich selbst aus. Ständige Unzufriedenheit mit sich selbst und mit anderen, Minderwertigkeitsgefühle, Ängste, geringes Selbstvertrauen und Depressionen sind oft die Folgen eines negativen Selbstbildes.
Woher kommt ein negatives Selbstbild?
Die Gründe für ein negatives Selbstbild liegen häufig in der Kindheit begründet. Ein Kind hat noch keine eigene Meinung über sich und wird daher in seinem Selbstempfinden stark von seinem Umfeld geprägt. Ein Kind oder Jugendlicher hört Unmengen von negativen Aussagen über sich: du bist zu klein, zu jung, du kannst das nicht etc. Es gibt eine Untersuchung, nach der Jugendliche bis zu 180.000 negative Aussagen über sich gehört haben. Die wollen erst einmal verkraftet werden! (ich hoffe, da ist ein Fehler drin und es sind nicht so viele!)
Manche dieser Aussagen führen dazu, dass wir negative Glaubenssätze über uns entwickeln. Meist sind diese unbewusst. Sie können zum Beispiel lauten:
- ich bin nicht gut genug
- ich bin es nicht wert
- ich bin dumm
- Ich bin hässlich
- ich verdiene keine Liebe
Wenn wir mit diesen oder ähnlichen negativen Glaubenssätzen durch das Leben laufen und diese – unbewusst – ausstrahlen, ist es kein Wunder, wenn wir sie immer wieder bestätigt finden. Deshalb ist es ratsam, sie aufzulösen. Das kann zum Beispiel in einem Coaching geschehen.
Wer sich lieber alleine damit auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich Affirmationen. Das sind kurze positive Aussagen. Ihre Aufgabe ist es, die unterbewussten Vorstellungen zu verändern.
Passende Affirmation wählen
Du kannst dir entweder hier eine Affirmation auswählen oder dir selbst eine überlegen. Achte darauf, dass sie in der Gegenwartsform und positiv formuliert ist. Sie sollte also beispielsweise lauten: „ich fühle mich wohl mit meinem Körper“ statt „ich fühle mich nicht mehr unwohl mit meinem Körper“ oder “ich werde mich in meinem Körper wohlfühlen”.
Es gibt auch viele Bücher, die schöne Affirmationen beinhalten und jede Menge Beispiele im Internet. Die Affirmation sollte dich ansprechen und dir zusagen. Sie sollte nicht völlig übertrieben sein, aber schon über den momentanen Zustand hinausgehen. Wenn du dich momentan sehr schlecht fühlst, passt es wahrscheinlich nicht, die Affirmation “mir geht es wunderbar, es ist die beste Zeit meines Lebens” zu wählen. Aber es könnte passen: „Mir geht es von Tag zu Tag immer besser.“
Beispiele für Affirmationen zu einem positiven Selbstbild:
- Ich bin in Ordnung, so wie ich bin
- Ich verdiene es, gut zu mir zu sein
- Ich habe Wertvolles zu geben
- Ich bin es wert, geliebt zu werden
- Ich schätze an mir, dass ich (Eigenschaft 1), (Eigenschaft 2), (Eigenschaft 3) bin. Ich liebe mich selbst.
- Ich bin ein wertvoller Mensch
- Mit jedem Tag bin ich selbstbewusster, kreativer und liebevoller
- Ich liebe mich. Ich wertschätze alles an mir und strahle dies nach außen aus
- Ich nehme mich an, so wie ich bin
- Ich genieße mein Leben mit jedem Tag mehr. Ich bin glücklich mit mir selbst
Ablauf:
Nimm dir ein paar Minuten Zeit und sorge dafür, dass du ungestört bist (Handy, Telefon etc. aus).
Schließe die Augen. Gehe mit deiner Aufmerksamkeit nach Innen.
Sprich die ausgesuchte Affirmation leise, in Gedanken oder laut mehrmals vor dich hin. Dazu stell dir vor, dass die Affirmationen bereits real geworden sind. Wie fühlt es sich an, wenn du diesen Satz denkst oder sprichst? Beobachte deine Reaktionen darauf (Gefühle, Gedanken, Körperempfindungen).
Wiederhole über einen Zeitraum von mehreren Wochen so oft wie möglich deine Affirmation (morgens beim Zähneputzen, bei jeder roten Ampel, beim Warten usw.).
Du kannst dir auch kleine Zettel mit deiner Affirmation schreiben und diese verteilen. In deiner Geldbörse, am Spiegel, am Kühlschrank, im Auto, im Schuhschrank – überall dort, wo du häufig an deine Affirmation erinnert wirst.
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[...] Selbstbild entwickeln Veröffentlicht am 21. Juni 2012 von susanneklisch http://susanneklisch.com/positives-selbstbild-entwickeln/ Share this:TwitterFacebookGefällt mir:Gefällt mirBe the first to like [...]
Liebe Susanne,ich bin begeisterte Leserin deiner Schriften.Sie haben mir bis jetzt sehr geholfen.Und ich bin gespannt auf mehr!
Liebe <3 Grüsse
Sonia
Hallo Sonia,
vielen Dank, das freut mich sehr!
Herzliche Grüße
Susanne