Wer kennt das nicht? Im Kopf dreht sich das Gedankenkarussell. Wir grübeln über alte Ärgernisse oder sorgen uns über die Zukunft. Viele dieser Gedanken dachten wir bereits gestern und vorgestern, denken sie heute und wahrscheinlich auch morgen und übermorgen wieder. Angeblich haben wir 15.000 bis 80.000 Gedanken pro Tag, die sich folgendermaßen aufteilen:
- 72% eher unbedeutende, flüchtige Gedanken
- 25% negative Gedanken
- 3% aufbauende, positive Gedanken
Wer sich schon mal mit dem Thema „Die Kraft der Gedanken“ beschäftigt hat, weiß, wie stark sich Gedanken auswirken – sowohl die Positiven, als leider auch die Negativen. Den Kreislauf der negativen Gedanken zu unterbrechen und in den gegenwärtigen Moment zu kommen – dabei hilft folgende sehr schöne, wesentliche und trotzdem einfache Meditationsmethode von Thich Nhat Hanh*.
Atemmeditation
- Einatmen – dabei denken: Beim Einatmen schenke ich meinem Körper Ruhe
- Ausatmen – dabei denken: Beim Ausatmen lächle ich
- Einatmen – dabei denken: Ich verweile im gegenwärtigen Moment
- Ausatmen – dabei denken: Und weiß, es ist ein wunderbarer Moment
Zu 1.: fühlen, wie sich der Körper und Geist beim Atmen beruhigt
Zu 2.: Lächeln entspannt die Gesichtsmuskeln
Thich Nhat Hanh sagt dazu: „Ein Lächeln auf deinem Gesicht ist ein Zeichen, dass du Meister deiner selbst bist.“
Zu 3.: Im gegenwärtigen Moment sein heißt das wahrzunehmen, was gerade ist. Nicht das, was war oder sein wird. Im gegenwärtigen Moment spüre ich, wie mein Körper den Untergrund berührt. Mit meinen Gedanken bin ich im Hier und Jetzt.
Zu 4.: Wunderbarer Moment: Frieden und Freude kann ich nur im jetzt wahrnehmen, nicht morgen oder übermorgen. Atmen und Lächeln hilft, zu meiner wahren Natur zurückzukehren. Was hindert mich, genau in diesem Moment glücklich zu sein?
Diesen Ablauf mehrmals wiederholen. Es reicht dabei die Kurzform zu denken:
- Beruhigen (einatmen)
- Lächeln (ausatmen)
- Gegenwärtiger Moment (einatmen)
- Wunderbarer Moment (ausatmen)
Die Meditation hilft ruhig, entspannt und friedvoll zu sein. Sie beruhigt die Gedanken, so dass wir nicht mehr dem vergangenen Ärger und den Sorgen über die Zukunft ausgeliefert sind. Wir kommen mit unserem Leben in Fühlung.
*Diese Übung stammt aus dem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von Thich Nhat Hanh, einem buddhistischen Mönch und Zen Meister. Das Buch enthält viele schöne und leicht umsetzbare Übungen für mehr Achtsamkeit im Alltag und zu einem glücklichen und harmonischen Miteinander. Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit der Atmung, der zweite Teil mit Gefühlen und deren Umwandlung und Heilung, der dritte Teil handelt vom inneren und äußeren Frieden.
Es ist ein ermutigendes Buch, angenehm zu lesen, liebevoll und wertschätzend geschrieben.
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[...] nicht ein Grund mehr, innezuhalten und uns einen Moment der Ruhe und Achtsamkeit zu gönnen? Die Atemmeditation habe ich als eine Möglichkeit dazu bereits vorgestellt. Wobei Meditation nicht unbedingt nur Ruhe [...]
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